Wenn die Tage langsam kürzer werden, die ersten Blätter ihre Farbe wechseln und der Wald am Morgen nach feuchtem Moos und Spätsommer duftet, beginnt für uns im Landhotel Talblick eine ganz besondere Genusszeit.
Seit 29. August bis 28. September 2026 holen die Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord im Rahmen ihrer Aktionswochen traditionelle Schwarzwälder Gerichte zurück auf die Teller. Gerichte, wie man sie früher in den Küchen unserer Region kannte und die heute viel zu selten geworden sind. Für uns als Naturpark-Wirt im Nordschwarzwald ist das eine wunderbare Gelegenheit, genau das zu zeigen, wofür unsere Küche seit vielen Jahren steht: Heimat, Handwerk und ehrliche regionale Produkte.
Unser Traditionsgericht: Wildschwein, Zwetschgen & handgemachte Schupfnudeln
In diesem Jahr servieren wir unseren Gästen:
Gefüllte Wildschweinbrust mit getrockneten Zwetschgen //
Wacholderrahm-Sössle //
handgemachte schwäbische Schupfnudeln
& bunten Salatteller
Ein kräftiges, spätsommerlich-herbstliches Gericht, bei dem süße Zwetschgen, würziger Wacholder und das aromatische Wildschweinfleisch wunderbar zusammenspielen.
Und das Besondere daran beginnt für uns nicht erst in der Küche.
Vom heimischen Wald direkt in die Talblick-Küche
Unser Küchenverantwortlicher Dennis Stoll ist nicht nur Koch und Juniorgastgeber im Landhotel Talblick, sondern auch leidenschaftlicher Jäger.
Das Wildschweinfleisch für unser Traditionsgericht stammt aus heimischer Jagd. Für Dennis gehören Jagd und Küche unmittelbar zusammen: Wer mit Wild arbeitet, sollte wissen, woher das Fleisch stammt, wie das Tier gelebt hat und mit Respekt mit diesem wertvollen Lebensmittel umgehen.
Wild aus unseren heimischen Wäldern bedeutet für uns deshalb Regionalität in ihrer ursprünglichsten Form: kurze Wege, ein natürliches Lebensmittel und eine enge Verbindung zwischen Wald, Jagd und Küche.
Gerade jetzt, wenn sich der Nordschwarzwald langsam auf den Herbst einstimmt, passt kaum ein Gericht schöner zu unserer Heimat.
Handarbeit, die man schmeckt: unsere schwäbischen Schupfnudeln
Zu einem solchen Traditionsgericht gehört natürlich auch eine traditionelle Beilage. Unsere Schupfnudeln werden von Hand gemacht.
Wer sich ein kleines Stück schwäbische Küche nach Hause holen möchte, für den verraten wir hier unser Rezept.
Handgemachte schwäbische Schupfnudeln für 4 Personen
Zutaten
800 g mehligkochende Kartoffeln
ca. 180–220 g Weizenmehl Type 405
40 g Kartoffelstärke
2 Eigelb
1 TL Salz
frisch geriebene Muskatnuss
etwas Butter zum Anbraten
Zubereitung
Die Kartoffeln mit der Schale weich kochen, noch heiß pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Anschließend gut ausdampfen und vollständig abkühlen lassen.
Die Kartoffelmasse mit zunächst 180 g Mehl, Kartoffelstärke, Eigelb, Salz und etwas Muskat rasch zu einem weichen Teig verarbeiten. Nur so viel zusätzliches Mehl verwenden, wie wirklich notwendig ist.
Aus dem Teig etwa zwei Zentimeter dicke Rollen formen, kleine Stücke abschneiden und diese zwischen den Handflächen zu den typischen Schupfnudeln mit ihren spitz zulaufenden Enden formen – oder, wie wir Schwaben sagen: schupfen.
Die Schupfnudeln portionsweise in siedendes Salzwasser geben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa ein bis zwei Minuten ziehen lassen. Herausnehmen und gut abtropfen lassen.
Zum Schluss in etwas Butter rundherum goldbraun anbraten.
Dennis’ Küchentipp: Die Kartoffeln können bereits am Vortag gekocht werden. Dadurch verlieren sie Feuchtigkeit, der Teig benötigt weniger Mehl und die Schupfnudeln bekommen einen besonders schönen Kartoffelgeschmack.
Was fehlt noch? Natürlich ein gutes Glas Rotwein.
Ein Wildgericht mit Wacholder, Zwetschgen und kräftigem Sössle verlangt nach einem Wein, der nicht im Hintergrund verschwindet.
Unsere Weinempfehlung dazu kommt aus Baden:
Waldulmer Cuvée QbA trocken – im Barrique gereift
Das kräftige Rotwein-Cuvée der Waldulmer Winzergenossenschaft wird aus Cabernet Sauvignon, Merlot und blauem Spätburgunder bereitet. Sein langer Ausbau im Barrique bringt genau jene Aromen hervor, die so wunderbar zu unserem Wildgericht passen: würzige Noten von Paprika, Pfeffer und Gewürznelke treffen auf ausgeprägte Röstaromen und feine Holznoten.
Am Gaumen zeigt sich der trockene Rotwein voll, kraftvoll und strukturiert. Die gut eingebundenen Gerbstoffe sorgen für einen langen Nachhall.Gerade die würzigen und leicht rauchigen Noten bilden einen schönen Gegenpart zur Fruchtigkeit der Zwetschgen und begleiten Wildschwein und Wacholderrahm besonders harmonisch.
Die Winzer dahinter: Waldulmer Winzergenossenschaft
Die Waldulmer Winzergenossenschaft hat ihre Heimat im Achertal in der badischen Ortenau. Hier entstehen Weine, die von ihrer Herkunft und vom Zusammenspiel aus Weinbergen, Klima und handwerklichem Können geprägt sind.
Besonders die Rotweine haben in Waldulm eine lange Tradition. Mit ihrem Cuvée verbinden die Waldulmer drei Rebsorten, die Kraft, Würze und Eleganz mitbringen – Cabernet Sauvignon, Merlot und Spätburgunder.
Für uns ist das ein Wein, der sehr schön zu der Philosophie unseres Traditionsgerichtes passt: Herkunft zeigen, Handwerk bewahren und daraus etwas Besonderes auf den Tisch bringen.
Ein Teller Nordschwarzwald im Talblick
Vielleicht ist genau das der schönste Teil am beginnenden Herbst: Wir dürfen wieder aus dem Vollen schöpfen. Wild aus unseren Wäldern, Zwetschgen, Wacholder, Kartoffeln, handgemachte Schupfnudeln und dazu ein kräftiger badischer Rotwein – manchmal braucht es gar nicht viel Neues.
Manchmal lohnt es sich vielmehr, sich daran zu erinnern, wie gut Tradition schmecken kann.
Unser Schwarzwälder Traditionsgericht servieren wir Ihnen im Landhotel Talblick in Neuweiler-Oberkollwangen im Nordschwarzwald im Rahmen der Aktionswochen der Naturpark-Wirte.
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